In der Aquaristik sind Salmler sehr beliebt, da diese sich in den für sie eingerichteten Aquarien leicht halten lassen. Es handelt sich bei den für Aquarianer bekannten Arten in der Regel um Schwarmfische, die mit wenigstens 10 oder besser ab 20 Exemplaren gehalten werden sollten. Diese Schwarmfische benötigen zum einen Freiraum zum Schwimmen und zum anderen eine Stelle mit dichtem Pflanzenwuchs und Moorkienwurzeln. Salmler wollen sich ab und an verstecken. Abgesehen der Piranhas sind die meisten Salmlerarten Friedfische, die sich gut mit anderen Friedfischen vergesellschaften lassen. Salmler lassen sich von Hobbyaquarianern in der Regel nicht vermehren, sind jedoch im Handel aus Nachzuchten und Wildfängen zu haben.

Die Herkunft der Salmler

Derzeit sind rund 2000 Salmlerarten bekannt, die zu über 14 Familien mit vielen Gattungen gehören. Es wird an der Entdeckung und Zuordnung weiterhin gearbeitet. Salmler sind von 13 mm bis 140 cm lang und unterscheiden sich start voneinander. Rund 90% dieser Salmlerarten stammen aus Südamerika, der Rest aus Afrika. Gerade in Südamerika finden die Salmler weiches Schwarzwasser vor und in diesem fühlen sie sich auch in der Aquaristik wohler. Da seit vielen Jahren Salmler nachgezüchtet werden, vertragen sie häufig auch mittelhartes Wasser. Vor allem für Wildfänge und wenn es sich einrichten lässt, sollte es jedoch ein weiches Wasser oder sogar Schwarzwasser sein. Die Arten unterscheiden sich deutlich voneinander in ihren Bedürfnissen und sehen auch grundverschieden aus. Weiterhin gilt, dass Salmler in der Regel nicht zu hellem Licht ausgesetzt werden sollten sowie einen dunklen Bodengrund bevorzugen. Die meisten Salmler sind friedliche Allesfresser, die neben vorfindbaren organischen Resten im Becken etwas beigefüttert werden sollten. Schwimmendes Flockenfutter eignet sich in der Regel am besten. Je nach Art wäre Lebendfutter oder bei Piranhas sogar Fleisch eine gute Ergänzung oder gar notwendig.

Salmler in der Aquaristik

Einige Salmler werden als Speise- oder Futterfische angesehen, viele haben keine besondere Bedeutung für den Menschen aber einige ansehnliche Exemplare werden gerne in der Aquaristik als Schwarmfische gehalten. Hier gehören die Kopfsteher, Schrägschwimmer, Beilbauchfische und auch die Sägesalmler dazu. Letztere sind die gefragten Piranhas, die besser im Artenbecken gehalten werden, da sie sich gerne auch selber füttern.

Salmler gehören zu den Knochenfischen

Salmler werden unter der Ordnung der Salmlerartigen zusammengefasst und gehören zu den Knochenfischen. Es handelt sich um Süßwasserfische. Vermutlich gehen Salmlerartige auf den Beginn der Kreidezeit oder davor zurück. Mit dem Beginn der Kreidezeit trennten sich Südamerika und Afrika wodurch sich erklären lässt, dass diese Süßwasserfische in beiden Kontinenten vorkommen und bereits derart viele Arten hervorbringen. Wenn bedacht wird, dass Nachzuchtsalmler inzwischen teils auch mittelhartes Wasser vertragen, scheinen sie einigermaßen Anpassungsfähig zu sein. Einige Arten fressen Fleisch, andere nur von der Oberfläche, es finden sich viele Allesfresser unter den Salmlern. Fast immer sind es Schwarmfische. Die Arten mit ganz geringer Größe oder mit über 40 cm Größe mögen weniger interessant für die Aquaristik sein sowie viele Arten wenig anschaulich sind. Der Rote Neon, Roter von Rio, Neonsalmler, Zitronensalmler und viele andere sind sehr gefragt. Auch die Piranhas erfreuen sich großer Beliebtheit, nicht jedoch bei ihren Beutetieren.

Foto: André Karwath Aka -Lizenz CC BY-SA 2.5